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Stagiaire Gabriella Özcelik

Die Geheimnisse von Enschede (2)

Lesezeit 2-3 min

Durch bekannte Straßen ziehen und trotzdem unbekannte Dinge entdecken? In Enschede gibt es so viele kleine Geheimnisse, an denen du vorbei läufst ohne sie wirklich zu sehen. Besuch mit uns die Geheimnisse von Enschede!

Egal, wie oft du schon durch die Straßen Enschedes gegangen bist, du kannst immer wieder auf neue und bisher unbemerkte Statuen und Wandmalereien stoßen! Bist du neugierig, was sie bedeuten oder woher sie stammen? Wir sammeln alle Geheimnisse von Enschede in unseren "Geheimnisse von Enschede"-Blogs. Lass dich überraschen!

1. Die Familie von Ko

Wahrscheinlich hast du sie schon einmal gesehen: Auf dem Platz vor dem Rathaus von Enschede befindet sich ein Kunstwerk, das aus verschiedenen Ellipsen besteht. Der Künstler Joop Hekman ließ sich zwischen 1981 und 1983 vom eiförmigen Verlauf der Straßen im Stadtzentrum inspirieren. Das Kunstwerk enthält menschliche Figuren aus Bronze in einer spielerischen Anordnung. Ein Kind, das im Wasser des dazugehörigen Brunnens spielt, daneben die Mutter, der Vater, der zuschaut, und ein Chow-Chow-Hund. Der Hund des Künstlers war selbst ein Vorbild für diesen Hund.

Joop Hekman wollte, dass die Menschen mit den Skulpturen in Kontakt kommen und Kinder mit ihnen spielen können: "Eine Skulptur von mir. Man muss darauf klettern können, man muss darin sitzen können. Sie soll die Menschen anziehen, sie beschäftigen und die gesamte Umgebung mit der Architektur und allem einbeziehen".

Obwohl das Kunstwerk eigentlich "die Familie" genannt wird, ist es in Enschede besser bekannt als "das Ei von Ko", benannt nach dem damaligen Bürgermeister von Enschede: Ko Wieringa.

Ei van ko

Die Familie von Ko

2. Der Mystery Monk

Wahrscheinlich hast du diese Statue noch nie zuvor gesehen. Sie befindet sich etwas "versteckt" in in der Brandweererstraat hinter dem Bahnhof. Die mysteriöse Statue, "Pleurant" genannt, wurde um 1996 aufgestellt und von dem Amsterdamer Künstler Hans van den Ban geschaffen. Pleurant steht für "eine weinende Person".

Der Pleurant steht im Wasser und ähnelt einem Mönch mit einer Kapuze, die über seinem Gesicht hängt. Die Geschichte hinter der Skulptur? Eigentlich ist es ein weinender Mensch, der sein Gesicht vor der Außenwelt verbirgt.

Mystery Monk

Der Mystery Monk

3. Stolpersteine

Du bist sicherlich schon oft darüber gelaufen und vielleicht hast sie nicht einmal bemerkt. Über die ganze Stadt verstreut findest du schwarze und goldene Steine namens Stolpersteine. Die Steine sind kleine Denkmäler vor den ehemaligen Häusern jüdischer Menschen. Sie markieren die Stellen in der Stadt, in denen Juden vor dem Holocaust gelebt haben, bevor sie während des Zweiten Weltkriegs verhaftet und deportiert wurden.

Die Stolpersteine sind Teil eines riesigen Kunstwerks, das heute aus rund 50.000 Steinen in ganz Europa besteht und vom Künstler Gunter Demnig geschaffen wurde. Seit 2012 werden in Enschede jährlich eine weitere Reihe von Stolpersteinen verlegt.

Auf dem Bild ist der Stein von David Woudstra abgebildet, der sich in der Padangstraat befindet.

Stolpersteine

Stolpersteine

4. Optische Täuschung

Hast du dir das Anamorphose-Kunstwerk am Richtersgang schon einmal genau angeschaut? Dies ist ein Kunstwerk, das nur aus einem bestimmten Blickwinkel realistisch aussieht. Von anderen Orten sind es hauptsächlich blaue und rote Linien.

Du kannst das Kunstwerk in der Gasse zwischen Concordia und Bij Flip sehen oder von der anderen Seite, wenn du den Richtersgang bei Ji-Nos betrittst. Die Designer des Studio Rameckers de Rond ließen sich von den Fenstern der Jacobuskirche und der charakteristischen roten Wendeltreppe von Concordia inspirieren. Gehe an ihnen vorbei und versuch mal ein perfektes Foto zu machen und uns darauf auf Instagram zu markieren (@enschede)!

Concordia

Optische Täuschung

5. Die tobenden Gänse

In der Mitte der oft belebten Kreuzung De Graaff befinden sich vier Kupfergänse in einem Brunnen. Das Gänsekunstwerk wurde von der Künstlerin Louise Helianthe geschaffen. Die Gänse symbolisieren die Bäuerinnen, die vom Strohmarkt ins Stadtzentrum liefen, plauderten und tobten, um ihre Produkte auf dem Markt zu verkaufen.

Kürzlich wurde ein Regenschirm über den Gänsen angebracht. Im Schirm befinden sich vier mit Ton ausgestattete Projektoren. Diese Projektoren erzeugen farbige Flächen am Rand des Brunnens und spielen musikalische Elemente ab, sobald man auf einem bestimmten Teil des Randes sitzt. Die vier Elemente bilden zusammen eine musikalische Symphonie.

Ganzen

Die tobenden Gänse

6. Die Backstein-Frau

Wahrscheinlich hast du sie an mehreren Orten in der Stadt schon mal gesehen: diese Statue namens "Die Madonna". Aber was genau soll sie darstellen? Die Künstlerin Maria Roosen hat Enschedes reiche und bewegte Textilvergangenheit auf eine klassische Frauengestalt in einem langärmeligen Kleid übertragen. Die "Blöcke", aus denen die Skulptur besteht, sollten vergrößerte Pixel darstellen, die man erhält, wenn Bilder auf einem Computer vergrößert werden.

Ursprünglich wurde die Skulptur auf dem Van Loenshof, gegenüber von Scapino, aufgestellt. Kurz nach der Platzierung wurde sie jedoch von einem Lastwagen beschädigt. Es dauerte ein paar Jahre, bis die Ziegelstatue repariert war. Jetzt ist sie neben dem Parcour von Decathlon vor Lastwagen sicher.

Bakstenen vrouw

Die Backstein-Frau

Mach dich auf den Weg und erlebe die Geheimnisse von Enschede selbst!

7. Ein besonderes Monument

Warum gibt es mitten auf dem Oude Markt einen Brunnen und was bedeutet das? Am 7. Mai 1862 brach in einem Haus in der Kalanderstraat ein Feuer aus. Aufgrund eines starken Windes, fehlender Löschausrüstung und einer komplett dekorierten Stadt aufgrund des Besuchs von König William III. breitete sich das Feuer sehr schnell aus. Vor allem deshalb, weil die Stadt fast nur aus Holzhäusern bestand und es seit Wochen nicht geregnet hatte. Das Feuer zerstörte einen großen Teil der Innenstadt von Enschede. Einige Gebäude wie das Rathaus, die Kirchen und das Krankenhaus haben das Feuer nicht überlebt. Nur die Wände der Kirche am Oude Markt standen noch. Insgesamt wurden 650 Familien obdachlos und zwei bei dem Brand getötet. Zu dieser Zeit lebten in Enschede etwa 4000 Menschen.

Fünfzig Jahre nach dem Stadtbrand im Jahr 1862 wurde das Branddenkmal auf dem Oude Markt aufgestellt. Das Denkmal wurde vom Münsteraner Künstler Ludwig Nick entworfen. Auf dem Denkmal befinden sich drei Bronzereliefs mit Bildern der großen Flammen, Männer, die löschen und Frauen, die vor dem Feuer fliehen.

Brandmonument

Die Wandbemalung bei De Tor

Das erste, was dir beim Besuch vom Jazzpodium De Tor auffällt, ist das große Wandbild von Dirk Oeghoede mit dem Titel "Color the city". Das 2005 entstandene Kunstwerk ist eine Verbindung zwischen dem Slogan „Color the City“, der Einizgartigkeit des Gebäudes De Tor und der Freiheit und Kreativität der Jazzmusik.

Aber was bedeutet es? Das Logo der Jazzbühne ist oben rechts zu sehen. In der Mitte dieses farbenfrohen Gemäldes sehen Sie einen Käfer in einer gelben Fläche, dir ein abstraktes Tor andeutet.

De tor muurschildering

9. In der Sonne

In den Jahren 1946 und 1947 bildete Oscar Jespers drei Statuen, die er "In der Sonne" (In de zon) nannte. Die drei Bilder zeigen die Frau als Mythosder Perfektion und Fruchtbarkeit.

Oscar Jespers ging von schlanken Skulpturen zu runderen Formen über. Die drei Statuen unterscheiden sich nur wenig voneinander. Letztendlich änderte er nicht nur die Formen, sondern auch seine Technik.

Eine dieser drei Statuen befindet sich hinter dem Rathaus am Klokkenplas. Anfang des Jahres wurde der Klokkenplas zu einem schönen, spannender Ort im Herzen des Zentrums umgebaut.

In de zon

10. Das versteckte Dorf

"Hier, an der Stelle dieses Teiches, befand sich das Twentsche Dorf Drienerlo, das im Moor versunken ist."

Bei einem Spaziergang auf dem Gelände der Universität Twente hast du wahrscheinlich bemerkt, dass ein Kirchturm aus dem Wasser des Teiches herausragt. Das Torentje van Drienerlo ("Türmchen von Drienerlo") ist ein Kunstwerk, das 1979 von Wim T. Schippers entworfen wurde. Aber was macht dieser Turm im Wasser?

Wim T. Schippers hoffte, dass das Kunstwerk viele spannende zeitgenössische Mythen hervorbringen würde - und es ist ihm gelungen: Nach 40 Jahren führt der Turm immer noch zu allerlei Geschichten. Aber wir sind uns alle einig, dass es ein echter Hingucker ist!

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Mach dich auf den Weg und entdecke die Geheimnisse von Enschede!

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Geschrieben von Stagiaire Gabriella Özcelik

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