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Routeomschrijving

Wigboldroute

25 Locaties
4.7 km
1 h

Wigboldroute: von Pfahl zu Pfahl Ein historischer Spaziergang entlang der Pfähle, die den früheren Wigbold (Minderstadt) von Enschede markierten. Die Pfähle stehen auf den Originalplätzen von damals, oder sehr nah daran. Aus praktischen Gründen konnten sie stellenweise nicht auf den Orignialplatz gestellt werden, weil sie bspw. dann heute mittig auf dem Weg stehen würden. In diesen Fällen wurde die ursprüngliche Stelle auf dem Weg jedoch markiert. Wie dem offiziellen Protokoll der Grenzermittlung von 1826 zu entnehmen ist, wurden die Grenzpunkte früher mit Kopfsteinpflaster gekennzeichnet.

STARTPUNKT

Folge der Hengelosestraat in Richtung des Stadtzentrums.

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Wigboldpfahl 1

Der Wigboldpfahl 1 steht gegenüber vom heutigen Stadtbüro (Stadskantoor). Der echte Grenzpunkt wu...

Der Wigboldpfahl 1 steht gegenüber vom heutigen Stadtbüro (Stadskantoor). Der echte Grenzpunkt wurde im Asphalt gekennzeichnet.

Das Wort "Wigbold" besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil, "wig", ist mit dem niederländischen Wort "wijk" verwandt, das so viel wie "Stadtviertel" bedeutet. Der zweite Teil, "bold", ist verwandt mit dem englischen Wort "bil"und bedeutet "Recht". "Wigbold" bezeichnet in der Ost-Niederlande vom Mittelalter bis zur Franzosenzeit ein Gebiet, in dem das Stadtrecht galt, das aber sowohl innerhalb, als auch außerhalb der Stadtgracht und der Stadttore liegen konnte.

Folge der Hengelosestraat. Biege links in die Deurningerstraat. Biege dann rechts zum Boerenkerkhof (Bauernfriedhof) ab.

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Boerenkerkhof (Bauernfriedhof)

Der Boerenkerkhof (Bauernfriedhof) war der allgemeine Friedhof der Gemeinde Lonneker. Es lag auße...

Der Boerenkerkhof (Bauernfriedhof) war der allgemeine Friedhof der Gemeinde Lonneker. Es lag außerhalb des damaligen Bebauungsgebiets und wurde 1829 in Gebrauch genommen, da 1828 das Begraben in und um Kirchen innerhalb des Bebauungsgebiets verboten wurde.

Das Terrain war innerhalb der Bevölkerung auch als "Klokkenkamp" (Glockenkamp) bekannt. Der Name ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass 1523 auf diesem Platz zwei Glocken für die Grote Kerk gegossen wurden. Die alten Glocken waren bei dem Stadtbrand von 1517 verloren gegangen.

Die Steine des niedrigen Tores am Ausgang zur H.B. Blijdensteinlaan stammen von dem ehemaligen Krankenhaus an der alten Veenstraat.

Folge dem Pfad über den Bauernfriedhof. Biege rechts ab in die H.B: Blijdensteinlaan. Biege dann rechts in die Visserijstraat ein.

33

Fischerei

Die "Fischerei" war eine Fischzucht. Es war ein einige Meter breiter Kanal, der auf einem Stadtpl...

Die "Fischerei" war eine Fischzucht. Es war ein einige Meter breiter Kanal, der auf einem Stadtplan von 1884 als solcher noch zu erkennen ist. Es wird angenommen, dass in diesem Kanal auch Blutegel für das Krankenhaus am Konijnenberg gefangen wurden. Hier lag außerdem das Haus der Familie Baurichter, Verwalter des Kräutergartens, der am Kanal lag. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Terrain Eigentum der Gemeinde und von dieser als städtische Mülldeponie benutzt. In 1897 ließ die Gemeinde Enschede den Kanal mit Müll zuschütten und sowohl die Fischerei als auch das Krankenhaus wurden abgerissen. An der Stelle wurde eine Grundschule gebaut: Schule C, später Zeggeltschool genannt.

Folge der Visserijstraat. Biege dann links in die Molenstraat ein.

Folge der Molenstraat.

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Willem Brakmanstraat

Die Straße wurde nach dem Schriftsteller Willem Pieter Jacobus Brakman (1922 - 2008) benannt, der...

Die Straße wurde nach dem Schriftsteller Willem Pieter Jacobus Brakman (1922 - 2008) benannt, der aus Enschede stammte. Früher befand sich hier der "Konijnberg", wo das erste Krankenhaus von Enschede mit einem Hausmeisterhaus gebaut wurde. Später war hier der Gemeindehof. Die Straße ist heute Teil der Kulturmeile (Cultuurmijl), eine Route die vom Muziekkwartier in der Innenstadt über das Rijksmuseum Twenthe bis zu den kulturellen Einrichtungen in Roombeek führt. Die Route ist anhand der besonderen Asphaltierung zu erkennen.

Folge der Molenstraat.

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Maschinenfabrik Sanders

An der heutigen Molenstraat lag Ende des 19. Jahrhunderts die Eisengießerei und Maschinenfabrik S...

An der heutigen Molenstraat lag Ende des 19. Jahrhunderts die Eisengießerei und Maschinenfabrik Sanders. Das Unternehmen begann als Schmiede, in 1873 wurde die Fabrik gebaut. Heute befinden sich hier Wohnungen und die Fabrik ist nach Goor umgezogen.

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Jüdischer Friedhof

An der Stelle der heutigen Molenstraat lag früher der jüdische Friedhof. Die Straße wurde darum a...

An der Stelle der heutigen Molenstraat lag früher der jüdische Friedhof. Die Straße wurde darum auch Judenfriedhof genannt. Diesen Friedhof gab es bereits vor 1792. 1832 wurde ein Teil des Terreins mit der Gemeinde gegen ein Grundstück an der Achterstraat , um dort eine (die erste) Synagoge zu gründen. Als der Friedhof an der Molenstraat vol war, wurde 1840 am Kneedweg ein neuer jüdischer Friedhof angelegt. 1946 wurde die Molenstraat rekonstruiert und der Friedhof geräumt. Die sterblichen Überreste und die Grabsteine wurden zu dem neuen jüdischen Friedhof am Noord Esmarkerrondweg gebracht. Das Denkmal an der Ecke Molenstraat/Nieuwe Schoolweg wurde 2016 aufgestellt.

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Wigboldpfahl 2

Der echte Grenzpunkt wird im Straßenbelag gekennzeichnet Die Grenzen des Enscheder Wigbold...

Der echte Grenzpunkt wird im Straßenbelag gekennzeichnet

Die Grenzen des Enscheder Wigbolds waren an den großen Steinen, die entlang der sechs meist befahrensten Zugangswegen zur Stadt lagen, zu erkennen. Die Grenzsteine wurden auch "lakestenen" oder "lakepalen" genannt (laak bedeutet Grenze).

Biege rechts ab und gehe über die Bahnschienen. Gehe durch die Oldenzaalstraat in Richtung De Heurne.

88

Erholung

In dem karakteristischen Gebäude an der Ecke Oldenzaalsestraat/Parallelweg befand sich früher ein...

In dem karakteristischen Gebäude an der Ecke Oldenzaalsestraat/Parallelweg befand sich früher ein bekanntes Café: Robers Bets. Hier stellten die Kutscher ihre Pferde unter, nachdem sie auf dem Markt waren. Danach waren hier viele verschiedene Gastronomiebetriebe untergebracht.

Halte Dich rechts und gehe in De Heurne rein.

Dies ist die ursprüngliche Oldenzaalsestraat.

Dies ist die ursprüngliche Oldenzaalsestraat.

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Waisenhaus

Auf Höhe der heutigen Nr. 51 stand von 1846 bis 1923 das Hervormd Diaconaal Weeshuis (Waisenhaus)...

Auf Höhe der heutigen Nr. 51 stand von 1846 bis 1923 das Hervormd Diaconaal Weeshuis (Waisenhaus).

Biege links in die Wilhelminastraat ab.

1889 wurde diese Straße nach der Königin Wilhelmina benannt. Im zweiten Weltkrieg wollten die deutschen Besetzer diesen Namen nicht benutzen und benannten die Straße darum in "Heurnestraat"um. Im August 1945 wurde die Wilhelminastraat in ihrem früheren Glanz wieder hergestellt.

10A

Sebastopol

Auf Höhe der heutigen Oldenzaalestraat befand sich früher eine kleine Straße mit dem Name "Sebast...

Auf Höhe der heutigen Oldenzaalestraat befand sich früher eine kleine Straße mit dem Name "Sebastopol". Die Straße war nach einer russischen Stadt benannt, die schwer unter dem Grauen des Krimkriegs (1853 - 1856) gelitten hatte. Nach dem Stadtbrand von 1862 gab es in Enschede eine Wohnungsnot. Daraufhin wurden hier 40 Wohnungen errichtet. Die Straße war schnell heruntergekommen, sodass die Häuser in einem schlechten Zustand waren. In den Jahren 1924-1927 wurden sie dann abgerissen.

11B

Viertel Tattersall

Das Viertel Tattersall liegt zwischen der heutigen Oldenzaalestraat, der Wilhelminastraat, der Ho...

Das Viertel Tattersall liegt zwischen der heutigen Oldenzaalestraat, der Wilhelminastraat, der Hoge Bothofstraat und Hoog en Droog. Das Viertel wurde Anfang der 80er Jahre auf dem Gelände der ehemaligen Maschinenfabrik Tattersall & Holdsworth gebaut, die 1973 geschlossen worden war. Das Viertel zeichnet sich durch die schmalen, verwinkelten Straßen mit Einfamilienhäusern und -wohnungen aus, die alle aus demselben gelben Backstein gebaut wurden.

Biege rechts ab in die Oldenzaalsestraat. Gehe danach links in De Klomp.

12C

Elderinkshuis

An der Ecke Oldenzaalsestraat/De Klomp steht das Elderinkshuis, das 1783 von dem Amsterdamer Hend...

An der Ecke Oldenzaalsestraat/De Klomp steht das Elderinkshuis, das 1783 von dem Amsterdamer Hendricus Nagel als Herberge "De Lindeboom" gebaut wurde. Das Haus lag vor dem Stadttor (de Eschpoort), sodass Reisende, die spät dran waren und vor verschlossenen Toren standen, hier übernachten konnten.

Ab 1799 wohnte Joost Maurits Elderink hier und seitdem wurde das Gebäude "Het Elderinkshuis" genannt. Den Stadtbrand von 1862 hat es unbeschadet überstanden und so ist es heute eines der ältesten Gebäude in Enschede

Folge De Klomp in östliche Richtung.

Die NV Twentsche Electrische Tramweg Maatschappij (Twenter Elektrische Straßenbahn Gesellschaft), auch TET genannt, wurde am 2. Februar 1904 gegründet mit dem Ziel, Straßenbahnwege zwischen Enschede und Gronau anzulegen und zu betreiben. Die Straßenbahnlinie in Enschede wurde am 4. Juli 1908 geöffnet. In 1933 zogen die Stadtverwaltungen von Lonneker und Enschede als Anteilseigner von TET den Stecker aus der Straßenbahnlinie. Aufgrund der Konkurrenz durch die mittlerweile eingesetzten Stadtbusse, war die Straßenbahn nicht mehr rentabel.

13D

Wigboldpfahl 3

Der echte Grenzpunkt wird durch die metallenen Buchstaben E (Enschede) und L (Lonneker) markiert....

Der echte Grenzpunkt wird durch die metallenen Buchstaben E (Enschede) und L (Lonneker) markiert.

Der Wigbold hatte keine Verteidigungsfunktion so wie die Grachten und Wälle mit den Toren rund um die Stadt. Innerhalb der Grenzen des Wigbolds genossen die Bewohner die "Wigboldfreiheit" und diese unterschied sich von dem Landrecht, das außerhalb dessen galt. Doch für ihre Privilegien mussten die Bewohner des Wigbolds bezahlen: Sie mussten Steuern an diejenigen zahlen, die für diese Privilegien verantwortlich waren. In der Ost-Niederlande war das nahezu immer der Bischof von Utrecht.

Biege rechts in die Espoortstraat ab und gehe vor dem Friedhof rechts in die Veenstraat.

14E

Stadtfriedhof

Der Stadtfriedhof von Espoort lag etwas außerhalb der Gemeinde Enschede auf dem Gebiet von Lonnek...

Der Stadtfriedhof von Espoort lag etwas außerhalb der Gemeinde Enschede auf dem Gebiet von Lonneker. Es war der allgemeine Friedhof der Gemeinde Enschede (im Gegensatz zum Boerenkerkhof, der für die Bewohner von Lonneker bestimmt war).

Der Bau erfolgte nach 1829, als es aus hygienischen Gründen verboten war, in und um die Grote Kerk herum auf dem Markt zu begraben. Mit Sicherheit, weil sich auch Stadtpumpe auf dem Markt befand. Aufgrund von Platzmangel in der Stadt waren die Menschen gezwungen, auf das Gebiet der Gemeinde Lonneker auszuweichen.

Am Silvesterabend von 1828 wurde der letzte Verstorbene, der Sänger Meister Verbeek, in der Grote Kerk begraben. Normalerweise war das Begraben einer Person erst drei Tage nach deren Tot gestattet. Doch da Verbeek unbedingt in dieser Kirche beerdigt werden wollte, er zu dem Zeitpunkt aber noch keine drei Tage tot war, wurde für ihn eine Ausnahme gemacht.

Biege die zweite Straß rechts auf den Hessenpad ab. Dieser wurde nach dem alten Hessenweg benannt, der Handelsroute zwischen Deventer und Münster (GER). Gehe danach links in die Beukinkstraat, die nach dem früher dort gelegenen Beukinkkamp benannt wurde.

15F

Wigboldpfahl 4

Hier liegt der einzige erhaltene originale Wigboldstein. Der ursprüngliche Platz hiervon befindet...

Hier liegt der einzige erhaltene originale Wigboldstein. Der ursprüngliche Platz hiervon befindet sich in dem Gemeinschaftsgarten des an der Kortelandstraat gelegenen Appartementkomplexes.

Der innerhalb des Wigbolds herrschende Wigbold- und Stadtfriede bedeutete, dass Schuhmacher, Schmiede usw. dort freie Bürger waren. Während der Wochen- und Jahrmärkte war dieser Stadtfriede auch für die Händler und andere Besucher sehr wichtig: sie konnten innerhalb des Wigbolds nicht ohne weiteres überfallen oder ausgeraubt werden. Durch Stadtausbreitungen wurde ein Wigbold teilweise Teil der Stadt, in Form eines Stadtviertels. Die geltenden Rechte und Privilegien blieben dann bestehen.

Biege rechts ab in die Korelandstraat. Gehen dann links ab und via des Fußgänger- und Fahrradwegs zum Boulevard 1945. Biege rechts in den Boulevard 1945 und überquere die Einkaufsstraße. Am Beginn dieser hast Du die beste Sicht auf den Boulevard 1945.

16G

Alphaturm

Gegenüber vom Boulevard 1945 steht der Alphaturm. Es ist das erste "echte" Hochhaus in Enschede. ...

Gegenüber vom Boulevard 1945 steht der Alphaturm. Es ist das erste "echte" Hochhaus in Enschede. Es hat 29 Etagen und ist mit 101 Metern das höchste Gebäude in Overijssel.

Biege, das Gesicht in Richtung Boulevard 1945 gerichtet, links ab und gehe über den Parkplatz die Oldenzaalsestraat entlang. Gehe links in den Kalandergang und gehe dann geradeaus auf den H.J. van Heekplein.

17H

Gedenkstein Stadtbrand

Gegenüber vom Kalandergang liegt auf dem H.J. van Heekplein ein großer Findling. Er markiert den ...

Gegenüber vom Kalandergang liegt auf dem H.J. van Heekplein ein großer Findling. Er markiert den Ort, an dem am 7. Mai 1862 der große Stadtbrand ausgebrochen ist.

Gehe auf dem H.J. van Heekplein weiter. Biege dann links in den Mooienhof ein.

18I

Kuipersdijk

Der Mooienhof geht in den Kuipersdijk über. Früher war das ein schmaler, schlammiger Verbindungsw...

Der Mooienhof geht in den Kuipersdijk über. Früher war das ein schmaler, schlammiger Verbindungsweg nach Alstätte. Für die Bauern von Esmarke war dies der Weg zur Kirche und zum Markt. Für Händler, die von weiter weg kamen, was dies der Durchgangsweg zu den anderen Gebieten der Niederlande. Entlang des Weges lagen schmale Holzbohlen, die besonders im Winter von den Fußgängern benutzt wurden, um die Füße tocken zu halten. Der Kuipersdijk wurde nach dem Kuiper (Böttcher) benannt, der auf einem Bauernhof an der Grenze zu Deutschland wohnte, heute bekannt als Sanders Kuper.

Biege rechts ab in die Edo Bergsmanlaan. Er war von 1896 - 1932 Bürgermeister von Enschede.

19J

Wigboldpfahl 5

Der eigentliche Grenzpunkt befindet sich in dem nebenstehenden Gebäude In der Franzosenze...

Der eigentliche Grenzpunkt befindet sich in dem nebenstehenden Gebäude

In der Franzosenzeit (1975-1814) entstanden die Gemeinden. Das Altstadt von Enschede wurde zur Gemeinde Enschede. Die Grenze von dieser war das gedachte Sechseck, das durch die sechs Wigboldsteine geformt wurde. Darumherum lag das ländliche Gebiet, heute Gemeinde Lonneker genannt. Die Wigboldsteine markierten somit die Grenze zwischen den beiden Gemeinden. Im Laufe der Zeit gab es einige Grenzkorrekturen bis in 1934 die Gemeinden Enschede und Lonneker unter dem Namen Gemeinde Enschede zusammengefügt wurden. Aufgrund dessen wurden die Wigboldsteine nicht mehr benötigt und sie verschwanden nach und nach aus dem Straßenbild. Ein Stein ist bei Bauarbeiten wieder aufgetaucht.

Biege rechts ab in die Beltstraat.

20J

MST (Krankenhaus)

Der Neubau des Medisch Spectrum Twente (MST, Krankenhaus von Enschede) wurde von IAA Architekten ...

Der Neubau des Medisch Spectrum Twente (MST, Krankenhaus von Enschede) wurde von IAA Architekten entworfen und 2015 gebaut. Vorher stand hier die Textilfabrik von J.F. Scholten & Sohn, Fabrikant von diversen Swanprodukten.

Biege links ab auf die Koningstraat. Gehe dann rechts in die Haaksbergerstraat. Gehe beim Kreisverkehr links in die Ripperdastraat.

Der Zebrastreifen, der über die Haaksbergerstraat führt, verläuft direkt über die Wigboldgrenze.

21K

Wigboldpfahl 6

Der Wigboldpfahl befindet zich vor den Häusern Nr. 9 und 11. Zum 40-jährigen Jubiläum der ...

Der Wigboldpfahl befindet zich vor den Häusern Nr. 9 und 11.

Zum 40-jährigen Jubiläum der Stiftung Historische Sociëteit Enschede-Lonneker in 2008 wurden Replikate von den Wigboldsteinen angefertigt. Damals entstand auch die Wigboldroute.


Folge der Ripperdastraat.

22L

Höhere Textilschule

Die ehemalige Textilhochschule wird auch "de Maere"genannt, nach einer Textilindustrie, die sich ...

Die ehemalige Textilhochschule wird auch "de Maere"genannt, nach einer Textilindustrie, die sich nach der Trennung von Belgien in Twente niedergelassen hat. Hier wurden Studenten für leitende Positionen in der Textilindustrie ausgebildet. Das Gebäude wird heute von der Fachhochschule Saxion und der ROC von Twente genutzt. Das Gebäude stammt aus den Jahren 1921-1922 und wurde vom Architekten W.K. de Wijs im klassizistischen Stil und in traditionellem Backstein entworfen. In der Fassage gibt es Darstellungen aus der Textilindustrie: Pflanzenzwiebeln (Baumwolle), Widderköpfe (Wolle) und Spinnen (Verarbeitung).

Laufe geradeaus in die De Ruyterlaan.

Biege rechts ab in die Maarten Harpertsz Tromplaan.

Laufe aus der M.H. Tromplaan zum Hoedemakerplein.

23M

Twentsche Bank

Hoedemakerplein 1 ist ein aus 1910 stammendes Bürogebäude, das im Auftrag von Benjamin Willem Bli...

Hoedemakerplein 1 ist ein aus 1910 stammendes Bürogebäude, das im Auftrag von Benjamin Willem Blijdenstein gebaut und von dem Architekten B. Beltman A. Gzn. entworfen wurde. Über dem Fenster in der ersten Etage sind das Wappen von Enschede sowie das Familienwappen der Blijdensteins - ursprünglich Hutmacher - zu sehen. Die Bank Blijdenstein wurde später die Twentsche Bank und fusionierte 1964 mit der ABN und später mit der AMRO-Bank. Die Twentsche Bank wurde während dieser Fusionen nie liquidiert und existiert formal immer noch.

Gehe geradeaus in die Brammelerstraat.

Gehe zurück zum Hoedemakerplein und biege rechts in die Piet Heinstraat.

Biege rechts ab in Richtung des Bahnhofsplatzes.

24N

Bahnhofsgebäude

Das Bahnhofsgebäude von 1950 wurde von dem Architekten H.G.J. Stelling entworfen. Es wurde im Bet...

Das Bahnhofsgebäude von 1950 wurde von dem Architekten H.G.J. Stelling entworfen. Es wurde im Betonskelettbau nach einem Vorbild des französischen Architekten August Perret und seines Schweizer Kollegen Dennis Honneger ausgeführt.

Gehe links in die Korte Hengelosestraat und überquere die Bahnschienen.

25O

Noordmolen

An der Kreuzung Korte Hengelosestraat/Molenstraat stand ab 1418 die erste Stadtmühle - die Albert...

An der Kreuzung Korte Hengelosestraat/Molenstraat stand ab 1418 die erste Stadtmühle - die Albertsmolen. Der Name Noordmolen (Nordmühle) kam erst um 1542 auf, als die Zuidmolen als zweite Stadtmühle in Betrieb genommen wurde

Die Noordmolen wurde 1850 stillgelegt und in 1858 abgerissen. Neben der Mühle lag der Schafmarkt.

Hier endet die Route.

Wigboldpfahl 1

Der Wigboldpfahl 1 steht gegenüber vom heutigen Stadtbüro (Stadskantoor). Der echte Grenzpunkt wurde im Asphalt gekennzeichnet.

Das Wort "Wigbold" besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil, "wig", ist mit dem niederländischen Wort "wijk" verwandt, das so viel wie "Stadtviertel" bedeutet. Der zweite Teil, "bold", ist verwandt mit dem englischen Wort "bil"und bedeutet "Recht". "Wigbold" bezeichnet in der Ost-Niederlande vom Mittelalter bis zur Franzosenzeit ein Gebiet, in dem das Stadtrecht galt, das aber sowohl innerhalb, als auch außerhalb der Stadtgracht und der Stadttore liegen konnte.

Boerenkerkhof (Bauernfriedhof)

Der Boerenkerkhof (Bauernfriedhof) war der allgemeine Friedhof der Gemeinde Lonneker. Es lag außerhalb des damaligen Bebauungsgebiets und wurde 1829 in Gebrauch genommen, da 1828 das Begraben in und um Kirchen innerhalb des Bebauungsgebiets verboten wurde.

Das Terrain war innerhalb der Bevölkerung auch als "Klokkenkamp" (Glockenkamp) bekannt. Der Name ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass 1523 auf diesem Platz zwei Glocken für die Grote Kerk gegossen wurden. Die alten Glocken waren bei dem Stadtbrand von 1517 verloren gegangen.

Die Steine des niedrigen Tores am Ausgang zur H.B. Blijdensteinlaan stammen von dem ehemaligen Krankenhaus an der alten Veenstraat.

Fischerei

Die "Fischerei" war eine Fischzucht. Es war ein einige Meter breiter Kanal, der auf einem Stadtplan von 1884 als solcher noch zu erkennen ist. Es wird angenommen, dass in diesem Kanal auch Blutegel für das Krankenhaus am Konijnenberg gefangen wurden. Hier lag außerdem das Haus der Familie Baurichter, Verwalter des Kräutergartens, der am Kanal lag. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Terrain Eigentum der Gemeinde und von dieser als städtische Mülldeponie benutzt. In 1897 ließ die Gemeinde Enschede den Kanal mit Müll zuschütten und sowohl die Fischerei als auch das Krankenhaus wurden abgerissen. An der Stelle wurde eine Grundschule gebaut: Schule C, später Zeggeltschool genannt.

Willem Brakmanstraat

Die Straße wurde nach dem Schriftsteller Willem Pieter Jacobus Brakman (1922 - 2008) benannt, der aus Enschede stammte. Früher befand sich hier der "Konijnberg", wo das erste Krankenhaus von Enschede mit einem Hausmeisterhaus gebaut wurde. Später war hier der Gemeindehof. Die Straße ist heute Teil der Kulturmeile (Cultuurmijl), eine Route die vom Muziekkwartier in der Innenstadt über das Rijksmuseum Twenthe bis zu den kulturellen Einrichtungen in Roombeek führt. Die Route ist anhand der besonderen Asphaltierung zu erkennen.

Maschinenfabrik Sanders

An der heutigen Molenstraat lag Ende des 19. Jahrhunderts die Eisengießerei und Maschinenfabrik Sanders. Das Unternehmen begann als Schmiede, in 1873 wurde die Fabrik gebaut. Heute befinden sich hier Wohnungen und die Fabrik ist nach Goor umgezogen.

Jüdischer Friedhof

An der Stelle der heutigen Molenstraat lag früher der jüdische Friedhof. Die Straße wurde darum auch Judenfriedhof genannt. Diesen Friedhof gab es bereits vor 1792. 1832 wurde ein Teil des Terreins mit der Gemeinde gegen ein Grundstück an der Achterstraat , um dort eine (die erste) Synagoge zu gründen. Als der Friedhof an der Molenstraat vol war, wurde 1840 am Kneedweg ein neuer jüdischer Friedhof angelegt. 1946 wurde die Molenstraat rekonstruiert und der Friedhof geräumt. Die sterblichen Überreste und die Grabsteine wurden zu dem neuen jüdischen Friedhof am Noord Esmarkerrondweg gebracht. Das Denkmal an der Ecke Molenstraat/Nieuwe Schoolweg wurde 2016 aufgestellt.

Wigboldpfahl 2

Der echte Grenzpunkt wird im Straßenbelag gekennzeichnet

Die Grenzen des Enscheder Wigbolds waren an den großen Steinen, die entlang der sechs meist befahrensten Zugangswegen zur Stadt lagen, zu erkennen. Die Grenzsteine wurden auch "lakestenen" oder "lakepalen" genannt (laak bedeutet Grenze).

Erholung

In dem karakteristischen Gebäude an der Ecke Oldenzaalsestraat/Parallelweg befand sich früher ein bekanntes Café: Robers Bets. Hier stellten die Kutscher ihre Pferde unter, nachdem sie auf dem Markt waren. Danach waren hier viele verschiedene Gastronomiebetriebe untergebracht.

Waisenhaus

Auf Höhe der heutigen Nr. 51 stand von 1846 bis 1923 das Hervormd Diaconaal Weeshuis (Waisenhaus).

Sebastopol

Auf Höhe der heutigen Oldenzaalestraat befand sich früher eine kleine Straße mit dem Name "Sebastopol". Die Straße war nach einer russischen Stadt benannt, die schwer unter dem Grauen des Krimkriegs (1853 - 1856) gelitten hatte. Nach dem Stadtbrand von 1862 gab es in Enschede eine Wohnungsnot. Daraufhin wurden hier 40 Wohnungen errichtet. Die Straße war schnell heruntergekommen, sodass die Häuser in einem schlechten Zustand waren. In den Jahren 1924-1927 wurden sie dann abgerissen.

Viertel Tattersall

Das Viertel Tattersall liegt zwischen der heutigen Oldenzaalestraat, der Wilhelminastraat, der Hoge Bothofstraat und Hoog en Droog. Das Viertel wurde Anfang der 80er Jahre auf dem Gelände der ehemaligen Maschinenfabrik Tattersall & Holdsworth gebaut, die 1973 geschlossen worden war. Das Viertel zeichnet sich durch die schmalen, verwinkelten Straßen mit Einfamilienhäusern und -wohnungen aus, die alle aus demselben gelben Backstein gebaut wurden.

Elderinkshuis

An der Ecke Oldenzaalsestraat/De Klomp steht das Elderinkshuis, das 1783 von dem Amsterdamer Hendricus Nagel als Herberge "De Lindeboom" gebaut wurde. Das Haus lag vor dem Stadttor (de Eschpoort), sodass Reisende, die spät dran waren und vor verschlossenen Toren standen, hier übernachten konnten.

Ab 1799 wohnte Joost Maurits Elderink hier und seitdem wurde das Gebäude "Het Elderinkshuis" genannt. Den Stadtbrand von 1862 hat es unbeschadet überstanden und so ist es heute eines der ältesten Gebäude in Enschede

Wigboldpfahl 3

Der echte Grenzpunkt wird durch die metallenen Buchstaben E (Enschede) und L (Lonneker) markiert.

Der Wigbold hatte keine Verteidigungsfunktion so wie die Grachten und Wälle mit den Toren rund um die Stadt. Innerhalb der Grenzen des Wigbolds genossen die Bewohner die "Wigboldfreiheit" und diese unterschied sich von dem Landrecht, das außerhalb dessen galt. Doch für ihre Privilegien mussten die Bewohner des Wigbolds bezahlen: Sie mussten Steuern an diejenigen zahlen, die für diese Privilegien verantwortlich waren. In der Ost-Niederlande war das nahezu immer der Bischof von Utrecht.

Stadtfriedhof

Der Stadtfriedhof von Espoort lag etwas außerhalb der Gemeinde Enschede auf dem Gebiet von Lonneker. Es war der allgemeine Friedhof der Gemeinde Enschede (im Gegensatz zum Boerenkerkhof, der für die Bewohner von Lonneker bestimmt war).

Der Bau erfolgte nach 1829, als es aus hygienischen Gründen verboten war, in und um die Grote Kerk herum auf dem Markt zu begraben. Mit Sicherheit, weil sich auch Stadtpumpe auf dem Markt befand. Aufgrund von Platzmangel in der Stadt waren die Menschen gezwungen, auf das Gebiet der Gemeinde Lonneker auszuweichen.

Wigboldpfahl 4

Hier liegt der einzige erhaltene originale Wigboldstein. Der ursprüngliche Platz hiervon befindet sich in dem Gemeinschaftsgarten des an der Kortelandstraat gelegenen Appartementkomplexes.

Der innerhalb des Wigbolds herrschende Wigbold- und Stadtfriede bedeutete, dass Schuhmacher, Schmiede usw. dort freie Bürger waren. Während der Wochen- und Jahrmärkte war dieser Stadtfriede auch für die Händler und andere Besucher sehr wichtig: sie konnten innerhalb des Wigbolds nicht ohne weiteres überfallen oder ausgeraubt werden. Durch Stadtausbreitungen wurde ein Wigbold teilweise Teil der Stadt, in Form eines Stadtviertels. Die geltenden Rechte und Privilegien blieben dann bestehen.

Alphaturm

Gegenüber vom Boulevard 1945 steht der Alphaturm. Es ist das erste "echte" Hochhaus in Enschede. Es hat 29 Etagen und ist mit 101 Metern das höchste Gebäude in Overijssel.

Gedenkstein Stadtbrand

Gegenüber vom Kalandergang liegt auf dem H.J. van Heekplein ein großer Findling. Er markiert den Ort, an dem am 7. Mai 1862 der große Stadtbrand ausgebrochen ist.

Kuipersdijk

Der Mooienhof geht in den Kuipersdijk über. Früher war das ein schmaler, schlammiger Verbindungsweg nach Alstätte. Für die Bauern von Esmarke war dies der Weg zur Kirche und zum Markt. Für Händler, die von weiter weg kamen, was dies der Durchgangsweg zu den anderen Gebieten der Niederlande. Entlang des Weges lagen schmale Holzbohlen, die besonders im Winter von den Fußgängern benutzt wurden, um die Füße tocken zu halten. Der Kuipersdijk wurde nach dem Kuiper (Böttcher) benannt, der auf einem Bauernhof an der Grenze zu Deutschland wohnte, heute bekannt als Sanders Kuper.

Wigboldpfahl 5

Der eigentliche Grenzpunkt befindet sich in dem nebenstehenden Gebäude

In der Franzosenzeit (1975-1814) entstanden die Gemeinden. Das Altstadt von Enschede wurde zur Gemeinde Enschede. Die Grenze von dieser war das gedachte Sechseck, das durch die sechs Wigboldsteine geformt wurde. Darumherum lag das ländliche Gebiet, heute Gemeinde Lonneker genannt. Die Wigboldsteine markierten somit die Grenze zwischen den beiden Gemeinden. Im Laufe der Zeit gab es einige Grenzkorrekturen bis in 1934 die Gemeinden Enschede und Lonneker unter dem Namen Gemeinde Enschede zusammengefügt wurden. Aufgrund dessen wurden die Wigboldsteine nicht mehr benötigt und sie verschwanden nach und nach aus dem Straßenbild. Ein Stein ist bei Bauarbeiten wieder aufgetaucht.

MST (Krankenhaus)

Der Neubau des Medisch Spectrum Twente (MST, Krankenhaus von Enschede) wurde von IAA Architekten entworfen und 2015 gebaut. Vorher stand hier die Textilfabrik von J.F. Scholten & Sohn, Fabrikant von diversen Swanprodukten.

Wigboldpfahl 6

Der Wigboldpfahl befindet zich vor den Häusern Nr. 9 und 11.

Zum 40-jährigen Jubiläum der Stiftung Historische Sociëteit Enschede-Lonneker in 2008 wurden Replikate von den Wigboldsteinen angefertigt. Damals entstand auch die Wigboldroute.


Höhere Textilschule

Die ehemalige Textilhochschule wird auch "de Maere"genannt, nach einer Textilindustrie, die sich nach der Trennung von Belgien in Twente niedergelassen hat. Hier wurden Studenten für leitende Positionen in der Textilindustrie ausgebildet. Das Gebäude wird heute von der Fachhochschule Saxion und der ROC von Twente genutzt. Das Gebäude stammt aus den Jahren 1921-1922 und wurde vom Architekten W.K. de Wijs im klassizistischen Stil und in traditionellem Backstein entworfen. In der Fassage gibt es Darstellungen aus der Textilindustrie: Pflanzenzwiebeln (Baumwolle), Widderköpfe (Wolle) und Spinnen (Verarbeitung).

Twentsche Bank

Hoedemakerplein 1 ist ein aus 1910 stammendes Bürogebäude, das im Auftrag von Benjamin Willem Blijdenstein gebaut und von dem Architekten B. Beltman A. Gzn. entworfen wurde. Über dem Fenster in der ersten Etage sind das Wappen von Enschede sowie das Familienwappen der Blijdensteins - ursprünglich Hutmacher - zu sehen. Die Bank Blijdenstein wurde später die Twentsche Bank und fusionierte 1964 mit der ABN und später mit der AMRO-Bank. Die Twentsche Bank wurde während dieser Fusionen nie liquidiert und existiert formal immer noch.

Bahnhofsgebäude

Das Bahnhofsgebäude von 1950 wurde von dem Architekten H.G.J. Stelling entworfen. Es wurde im Betonskelettbau nach einem Vorbild des französischen Architekten August Perret und seines Schweizer Kollegen Dennis Honneger ausgeführt.

Noordmolen

An der Kreuzung Korte Hengelosestraat/Molenstraat stand ab 1418 die erste Stadtmühle - die Albertsmolen. Der Name Noordmolen (Nordmühle) kam erst um 1542 auf, als die Zuidmolen als zweite Stadtmühle in Betrieb genommen wurde

Die Noordmolen wurde 1850 stillgelegt und in 1858 abgerissen. Neben der Mühle lag der Schafmarkt.