Geschichte
Die Geschichte Enschedes begann bereits vor dem Jahr 1000, auch wenn niemand weiß, wann genau dies der Fall war. Eine Kirche, die an der Stelle des Oude Markt (Alter Markt) errichtet worden war, gilt als das erste Bauwerk der Ansiedlung, die 1119 Anescede genannt wurde. Im unruhigen Mittelalter, im Jahr 1325, bekam Enschede die Stadtrechte verliehen und 1597 besiegte die Stadt die Spanier.
Textilindustrie sorgt für Wachstum Das wirkliche Wachstum der Stadt ging erst im neunzehnten Jahrhundert mit dem Aufkommen der Textilindustrie einher, als Enschede sich auf das Spinnen und Weben von Leinen verlegte. Um 1850 erreichte die Industrielle Revolution Enschede und das Web- und Spinnverfahren wurde mechanisiert. Die Anzahl der Fabriken und Einwohner stieg daraufhin rasant an.
Von der Textilstadt zur Wissensstadt Nach 1960 verschwand die Textilindustrie aus Enschede und es wurde nach einer neuen Möglichkeit gesucht, der Stadt wieder zu mehr Bedeutung zu verhelfen. Der Wissenssektor erwies sich dabei als genau die richtige Richtung. Zahlreiche hochwertige wissensintensive Unternehmen ließen sich in Enschede nieder, insbesondere auch, da sich die Universität Twente in der Stadt befand. Viele der heutigen wissensintensiven Unternehmen in Enschede wurden von ehemaligen Studenten der UT gegründet.
Feuerwerkskatastrophe und Wiederaufbau Bei der Feuerwerkskatastrophe vom 13. Mai 2000 kamen 23 Menschen ums Leben und es wurden mehr als 40 Hektar Stadt verwüstet. Der Wiederaufbau des Gebietes, der sehr schnell vonstatten ging, hat jedoch dafür gesorgt, das Enschede jetzt stärker ist als jemals zuvor. Das Viertel Roombeek wurde in jeglicher Hinsicht verbessert. In Innenstadtnähe findet man dort nun 62 Hektar zum Leben, Arbeiten und zur Erholung.